denunziert.verfolgt.getötet.

Im Schein von Kerzen und Fackeln wird auf dem Serenadenhof vier Hexen der Prozess gemacht. Ein Zug von Zuschauern begleitet daraufhin die Verurteilten über das Gefängnis am Schaffhauser Platz bis hin zu ihrer Hinrichtung neben der Martinskirche – eine Szenerie, die ebenso düster wirken soll, wie sie klingt. Sabine Duffner und Dieter Hülle haben gemeinsam ein Kammerspiel zur Hexenverfolgung in Sindelfingen entwickelt, dessen sechs Aufführungen Teil der Biennale 2017 sind. Zuschauer dürfen sich auf ein Stück freuen, das zwar durchaus auf historischen Quellen basiert, allerdings nicht „pseudohistorisch“ inszeniert wird. Kostüme und Maske wirken nur teilweise altertümlich, die Sprache ist modern. Unter der Regie von Axel Krauße spielen unter anderen Ingo Sika und Karsten Spitzer sowie auch Sabine Duffner selbst.  

Die Zuschauer verbringen bei diesem Stück nur zwei Drittel der Aufführung sitzend im Serenadenhof oder vor der Martinskirche. Die restliche Zeit laufen sie – dem Beispiel der „Christgeburt“ von Dieter Hülle folgend – mit den Schauspielern von einem zum anderen Ort. Die Zuschauerzahl ist daher auf 90 Plätze pro Aufführung begrenzt.