Bühne der Träume

Eines der Highlights der Biennale 2017 wird das Jugend-Pop-Musical "Bühne der Träume", das als Eigenproduktion der Stadt Sindelfingen entwickelt wurde. Von einer fiktiven Castingshow handelt das Musical, das Siegfried Barth gemeinsam mit seinem Team auf die Beine stellt. Zehn Mal wird das Musical in der Klosterseehalle aufgeführt. Gespielt wird in zwei Besetzungen, für die schon allerlei Talente in Sindelfingen gecastet wurden. In den Hauptrollen werden Vivianne Küting, Nils Weber, Marie Moreira und Stefan Siebert zu sehen sein.

 

Zum Inhalt

Der Traum der 17-jährigen Marie ist es, als Tänzerin bei großen Fernsehshows aufzutreten. Die Chance, die sich ihr nach einem gewonnenen Online-Casting für die in Sindelfingen produzierte Kult-Pop-Show „Stage of Dreams“ aufgetan hatte, verpasst sie. Ihre Stelle im Tanzensemble wird an die Zweitplatzierte vergeben.

Marie hat aber Glück und bekommt eine Praktikumsstelle in der Show. Nach dem Ausfall einer Tänzerin bekommt sie dann doch noch die große Chance und darf als Tänzerin auftreten. Nachdem der Regisseur auf ihr Gesangstalent aufmerksam wird, bietet er ihr sogar einen Gesangspart als Showact an.

Während Regisseur Sven mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, die durch den inkompetenten Produzenten Klaus Barner verursacht wurden, kommen sich Marie und der charmante Jungmoderator Nik näher. Gleichzeit stellt sich heraus, dass Popdiva Cassandra, die ebenfalls einen Auftritt in der Show hat, ein Geheimnis mit Marie verbindet.

Zur Inszenierung

Die Show „Stage of Dreams“ ist zwar eine renommierte Musikrevue. Was aber nach außen hin völlig harmonisch über den TV flimmert, ist in Wirklichkeit ein improvisierter, von kleinen und großen Katastrophen geplagter Fernsehzirkus. Hier geht die Inszenierung nun gegenüber einer TV Aufzeichnung einen Schritt weiter und lässt das Studiopublikum an all den Streitigkeiten, Ausfällen, Entscheidungen teilhaben. Wo sonst das Mikrofon abgeschaltet wird, darf der Zuschauer jetzt mitfiebern.

Das zweite Augenmerk liegt in der Inszenierung der Personen: Das Publikum soll sich in den einzelnen Charakteren wiederfinden, sich von ihnen überraschen lassen und mitfühlen. Maries persönliche Heldenreise lässt das Publikum von Anfang an mitfiebern: Sie verlässt ihr beschütztes Zuhause um in eine für sie unbekannte Welt einzudringen. Auf ihre Verwandlung ist das ganze Publikum von Anfang an gespannt. Durch ihre Reise von Berlin nach Sindelfingen kommt noch viel mehr in Gange, als sie sich jemals erträumt hat. Diese Veränderung und die damit verbundenen Probleme, Rückschläge und Möglichkeiten beeinflusst die gesamte Geschichte.

Der Fokus der Produktion liegt in der musikalischen, choreografischen und visuellen Umsetzung der Songtexte, die jeder für sich auf mehreren Ebenen funktionieren. Hierzu gehören das Vorantreiben der Geschichte, das Vermitteln von Gefühlen und die Verzauberung des Publikums.

Die Dramaturgie des Stückes ist als Analogie zur schnelllebigen Onlinewelt der Jugendlichen zu sehen. Bild folgt auf Bild. Stück folgt auf Stück. Das Musical soll einen niederschwelligen Zugang für alle Jugendlichen und Junggebliebenen schaffen und die Zuschauer auf gewohntem Terrain abholen.

In „Bühne der Träume“ soll das Gefühl vermittelt werden, die Zuschauer seien bei der Aufzeichnung einer Fernsehshow dabei. Dazu tragen alle Komponenten der Produktion bei: Keine Bühne, sondern Studio; echtes Produktionspersonal und wahre Künstler.