1. Ort: Stadtmauer

Vier gibt es bereits, ein fünfter soll im Biennale-Sommer dazu kommen: Die Poetischen Orte in Sindelfingen erinnern an längst vergessene Zeiten und die Menschen, die damals gelebt haben. Individuelle Kunstwerke machen auf die besonderen Orte aufmerksam.

Gänge und Mauern, die trennen und fallen

Einer davon ist die Stadtmauer: neben der Klostermauer eine von zwei Mauern auf der Sindelfinger Markung zu damaligen Zeit. Die Mauern umschlossen zwei rechtlich voneinander getrennte und durch unterschiedliche Strukturen gekennzeichnete Bereiche, die fast direkt aneinanderstießen: das Chorherrenstift und die Stadt Sindelfingen. Die Beziehungen zwischen beiden waren durchaus problematisch und durch viele Vermutungen und Gerüchte gekennzeichnet. Der Künstler Klaus Kugler hat durch sein Bild, das in einer Nische der Stadtmauer hängt, darauf reagiert: Der Blick geht durch die alte, teilweise verfallene Stadtmauer hindurch ins nachbarschaftliche, fast labyrinthisch fremdartige Kirchen- und Stiftsgelände. Dabei nimmt das Bild den magischen Charakter der uralten Erzählungen auf, lässt aber auch ganz im Hintergrund die neue, moderne Industriestadt Sindelfingen auftauchen.

Im Rahmen der Biennale werden die Poetischen Orte mit Szenen, Gesprächen, Vorträgen, Bildern und Musik wieder zum Leben erweckt. Tauchen Sie ein in längst vergangene Zeiten und lassen Sie sich faszinieren!